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MAINBURG 2040 – geMAInsam.WIRken: Stadt Mainburg entwickelt Zukunftsstrategie und lädt zum Mitmachen ein

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Wie soll es sich im Jahr 2040 in Mainburg leben? Was brauchen Kinder und Jugendliche, Familien und Senioren? Wie lassen sich Lebensqualität und Wohlstand sichern – und wie bleibt die Stadt trotz enger werdender finanzieller Spielräume handlungsfähig?

 

Unter dem Motto „MAINBURG 2040 – geMAInsam.WIRken“ startet die Stadt Mainburg erstmals einen umfassenden Strategieprozess unter der Führung der Ersten Bürgermeisterin. Gemeinsam mit Stadtrat, Verwaltung und Bevölkerung soll ein langfristiges Zielbild für Mainburg und seine Ortsteile entstehen.

 

Dabei geht es nicht nur um Projekte und Infrastruktur. Die Strategie soll auch das Miteinander, die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt zwischen den Generationen, der Kernstadt und den Ortsteilen stärken. Sie soll dazu beitragen, dass sich die Menschen mit Mainburg als ihrer Heimat und mit den gemeinsamen Zielen identifizieren. Denn Wirkung kann sie nur entfalten, wenn sie von den Menschen mitgetragen und mit Leben gefüllt wird.

 

Das zentrale Ziel: Mainburg soll ein Ort bleiben, an dem Menschen in allen Lebensphasen gut und sicher leben können. Dazu gehören gute Bildungs- und Betreuungsangebote, eine verlässliche Gesundheitsversorgung, sichere Verkehrswege, wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten, attraktive Freizeit- und Begegnungsorte sowie eine leistungsfähige Infrastruktur.

 

„Wir tragen gemeinsam die Verantwortung, Mainburg lebenswert und handlungsfähig zu halten, unseren Wohlstand zu sichern und die Stadt in eine verlässliche Zukunft zu führen“, erklärt Erste Bürgermeisterin Karoline Fritz-Ertlmaier. „Dafür brauchen wir eine gemeinsame Vorstellung davon, wie Mainburg und seine Ortsteile im Jahr 2040 aussehen und wie wir sie bis dahin entwickeln wollen.“

 

Warum Mainburg jetzt eine Strategie braucht

Lebensqualität ist zugleich ein wichtiger Standortfaktor. Sie trägt dazu bei, dass Familien und Fachkräfte nach Mainburg kommen und hierbleiben, Betriebe sich weiterentwickeln und neue Unternehmen sich ansiedeln. So entstehen Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie kommunale Einnahmen, die wiederum Investitionen in Schulen, Betreuung, Infrastruktur und Sicherheit ermöglichen. Lebensqualität, wirtschaftliche Stärke und die Handlungsfähigkeit der Stadt bedingen sich gegenseitig.

 

Gleichzeitig wachsen die kommunalen Aufgaben, während die finanziellen und personellen Spielräume enger werden. Die Kosten für Pflichtaufgaben, Betreuung und Infrastruktur steigen, gesetzliche Vorgaben nehmen zu und die wirtschaftliche Entwicklung stagniert. Inzwischen übersteigt die Kreisumlage die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt. Viele Aufgaben und Kosten müssen übernommen werden, obwohl Mainburg auf deren Umfang nur begrenzten Einfluss hat.

 

Umso wichtiger ist es, die verbleibenden Gestaltungsmöglichkeiten vorausschauend zu nutzen. Die Strategie soll klare Ziele und Prioritäten schaffen, Projekte miteinander verbinden und helfen, die vorhandenen Mittel dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen für die Menschen und die langfristige Entwicklung Mainburgs bringen.

 

„Ich blicke nicht mit Sorge, aber mit Respekt auf die Herausforderungen, die vor uns liegen“, betont Fritz-Ertlmaier. „Sparen und Stillstand sind keine Lösung. Wir müssen klug investieren, Fördermöglichkeiten ausschöpfen und gute Rahmenbedingungen für private und unternehmerische Investitionen schaffen.“

 

Mehrere Bausteine führen zur gemeinsamen Strategie

Den Rahmen der Strategiearbeit bildet die Klausur des Stadtrats Ende September. Dort soll die übergeordnete Ausrichtung in zentralen Handlungsfeldern wie Wirtschaft, Bildung, Gesundheit, Energie und Umwelt festgelegt werden.

 

Ergänzt wird sie durch konkrete Konzepte, Fachplanungen und Projekte. So befasst sich die „Arbeitsgruppe Zukunft“ unter anderem mit der Weiterentwicklung der Stadthalle zu einem lebendigen Ort der Begegnung. Die Verwaltung erarbeitet einen Gesamtplan für die städtischen Flächen und Liegenschaften sowie einen Maßnahmenplan für die Innenstadt. Als Richtschnur dient das bestehende Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, kurz ISEK.

 

Weitere Planungen betreffen Wasserrückhaltung und Hochwasserschutz, die kommunale Wärmeplanung sowie Mobilität und Ladeinfrastruktur. Auch aktuelle Themen wie Krankenhaus und Hallenbad sowie kommunale Pflichtaufgaben in den Bereichen Bildung, Infrastruktur und Feuerwehr fließen in die Strategiearbeit ein.

 

Für die Ortsteile sind eigene Workshops vorgesehen, damit ihre unterschiedlichen Bedürfnisse, Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten angemessen berücksichtigt werden. Die Ergebnisse aller Bausteine werden anschließend zu einer gemeinsamen Grundlage für einen konkreten Maßnahmenplan und die künftige Haushaltsplanung zusammengeführt.

 

Bürgerinnen und Bürger gestalten mit

Eine wichtige Rolle spielt die Beteiligung der Bevölkerung. Bis Mitte November 2026 finden an der Volkshochschule moderierte Mitmach-Workshops statt. Ab 15. September können sich Bürgerinnen und Bürger anmelden und so ihre Erfahrungen und Ideen einbringen. 

 

Geplant sind die Projekte „Senioren im Fokus“, „YoungStars“, „Mainburg bleibt sauber“, „MAI-Feierei – Wie und was feiert Mainburg?“, „Tourismus im Herzen der Hallertau“ sowie ein „Runder Tisch für Integration und Migration“.

 

Die Menschen kennen ihren Alltag, ihre Ortsteile und ihr unmittelbares Lebensumfeld. Sie wissen, was gut funktioniert, wo etwas fehlt und welche Veränderungen hilfreich wären. Die Workshops sollen dieses Wissen nutzbar machen, unterschiedliche Perspektiven zusammenführen und das gegenseitige Verständnis stärken.

 

Vom Zielbild zum konkreten Maßnahmenplan

Bis Ende 2026 sollen die Ergebnisse gebündelt und in einen Maßnahmenplan mit kurz-, mittel- und langfristigen Vorhaben überführt werden. Die schrittweise Umsetzung ist ab Januar 2027 vorgesehen. Auch Haushalt, Organisation und Verwaltungsstrukturen sollen künftig an den gemeinsamen Zielen ausgerichtet werden.

 

„Die Strategie soll kein Papier für die Schublade sein, sondern unser gemeinsamer Kompass für die kommenden Jahre“, erklärt Fritz-Ertlmaier. „Ob jung oder alt, aus der Kernstadt oder einem Ortsteil, alteingesessen oder neu in Mainburg: Jede Perspektive ist wichtig.“

 

Weitere Informationen zu „MAINBURG 2040 – geMAInsam.WIRken“ gibt es unter www.mainburg.de/mai2040. Die Anmeldung zu den Mitmach-Workshops ist ebenfalls auf dieser Seite möglich.

 

Machen Sie mit und gestalten Sie Mainburgs Zukunft – damit unsere Stadt auch 2040 ein Ort ist, an dem Menschen gut und sicher leben, arbeiten und alt werden können, sich verbunden fühlen und gerne zu Hause sind. Denn Mainburgs Zukunft entsteht, wenn aus vielen Ideen ein gemeinsamer Weg wird.

Weitere Informationen

 
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