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Mainburg ist „Fairtrade-Stadt“

Mitglieder der Fairtrade-Steuerungsgruppe Mainburg beraten am Grünen Markt wie einfach ein fairer Frühstückstisch gedeckt ist.

09. Mai 2026

 

„Fair in den Tag“ am Grünen Markt 

Eine leckeres und informatives Fairtrade-Frühstück

 

Bei bestem Frühlingswetter wurde der Grüne Markt am Samstagvormittag zum Treffpunkt für Genießer und Interessierte: Gemeinsam mit der Fairtrade-Steuerungsgruppe lud die Stadt Mainburg zur Aktion „Fair in den Tag“ ein und zeigte, wie einfach sich fair gehandelte Produkte in den Alltag integrieren lassen.

 

An einem fair gedeckten Frühstückstisch konnten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher sechs verschiedene Frühstücksvarianten probieren. Dazu wurden fair gehandelter Kaffee, Tee und Saft kostenlos angeboten. Viele Marktgäste nutzten die Gelegenheit gerne, verweilten am Stand und kamen bei lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch. Dabei entstanden interessante Unterhaltungen rund um nachhaltigen Konsum, bewussten Einkauf und globale Verantwortung.

 

Besonders überrascht zeigten sich viele Besucher darüber, wie unkompliziert faire Produkte heute erhältlich sind. Die Mitglieder der Fairtrade-Steuerungsgruppe erklärten und zeigten am reich gedeckten Frühstückstisch, dass fair gehandelte Waren inzwischen in nahezu allen Lebensmittelgeschäften in Mainburg zu finden sind: in Supermärkten, Discountern, im Bioladen, im Reformhaus und natürlich auch am Grünen Markt selbst. Ob Kaffee, Tee, Schokolade oder Süßigkeiten - faire Alternativen gehören längst zum Sortiment. So können Mainburgerinnen und Mainburger ihren täglichen Einkauf regional erledigen und gleichzeitig Lebensmittel aus fairem Handel wählen.

 

Anhand des reichlich gedeckten Frühstückstisches, standen auch die verschiedenen Siegel und Kennzeichnungen, an denen faire Produkte erkannt werden können im Mittelpunkt der Gespräche. Zudem wurde gezeigt, welche Handelsorganisationen sich vollständig dem fairen Handel verschrieben haben und bei welchen Marken sich Verbraucher sicher sein können, dass die Produkte unter fairen Arbeitsbedingungen und zu gerechten Preisen hergestellt wurden. „Besonders wichtig ist dies bei Bananen, Kaffee und Kakao, bei denen fairer Handel einen entscheidenden Beitrag gegen Kinderarbeit und Ausbeutung leistet“, betonte Elisabeth Krojer von der Fairtrade Steuerungsgruppe.

 

Ergänzend dazu informiert die Frühstücksaktion und der regelmäßige Fairtrade-Verkaufsstand am Grünen Markt Mainburg auch über das aktuelle Jahresthema von Fairtrade Deutschland: „Fairness for Farmers – From fields to future“. Damit rückt Fairtrade Deutschland 2026 besonders die Menschen am Anfang der Lieferketten in den Mittelpunkt, also die Produzentinnen und Produzenten, welche den Kaffee, Kakao, die Bananen oder den Tee anbauen und oft trotz harter Arbeit unter schwierigen Bedingungen leben müssen. Informationsmaterial am Stand zeigte auf, wie fairer Handel dazu beiträgt, gerechtere Preise, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Zukunftsperspektiven für die Menschen in den Anbauländern zu schaffen.

 

Die Aktion „Fair in den Tag“ reiht sich in viele Projekte ein, mit denen sich die Fairtrade-Stadt seit Jahren für nachhaltigen und fairen Konsum engagiert. In den vergangenen Jahren wurden vom Stadtmarketing zahlreiche Aktionen umgesetzt. Dazu gehörten unter anderem die faire Frühstücksboxen in den städtischen Kindergärten im Jahr 2025, bei denen bereits die Jüngsten spielerisch an das Thema faires Frühstück herangeführt wurden. Gut angenommen wurden auch die fairen Geschenkboxen mit regionalen und fair gehandelten Produkten sowie faire Turnbeutel für Vorschulkinder in Mainburg. 

 

Darüber hinaus engagiert sich die Steuerungsgruppe neben dem Verkaufsstand am Grünen Markt regelmäßig mit Vorträgen und Aktionen: etwa rund um den Internationalen Frauentag, bei dem die Rolle von Frauen im globalen Handel und die Bedeutung gerechter Arbeitsbedingungen thematisiert wurden oder zur Fairen Woche, in der besonders der faire Einzelhandel und das faire Jahresthema beleuchtet werden. Elisabeth Krojer ist wichtig: „Immer wieder versuchen wir, globale Themen greifbar zu machen und direkt mit dem Alltag der Mainburger zu verbinden. Dieses kontinuierliche Engagement der Steuerungsgruppe und Aktionen der Stadtverwaltung tragen dazu bei, dass Mainburg seit über 12 Jahren die Voraussetzungen als Fairtrade-Stadt erfolgreich erfüllt. Dies motiviert uns natürlich für die Zukunft“. 

 

Bild und Text: Christin Grundmann-Fritz

Ein ganzer Tisch voller fairer Produkte aus dem Mainburger Einzelhandel

Fair in den Tag – Frühstücksaktion am Grünen Markt

Die Fairtrade-Steuerungsgruppe lädt gemeinsam mit der Stadt Mainburg am Samstag, 9. Mai 2026, zur Aktion „Fair in den Tag“ auf den Grünen Markt ein.

 

Besucherinnen und Besucher erwartet ein reich gedeckter Frühstückstisch mit fair gehandelten Produkten. Bei einer Tasse fairen Kaffees oder Tees sowie kleinen Frühstückshäppchen können Interessierte entdecken, wie sich Fairtrade-Produkte ganz unkompliziert in den Alltag integrieren lassen und wo diese in Mainburg erhältlich sind.

 

Getränke und Frühstückshäppchen werden von der Stadt Mainburg spendiert. Zudem gibt die Fairtrade-Steuerungsgruppe hilfreiche Tipps rund um fairen Einkauf und nachhaltigen Konsum.

 

Die Stadt Mainburg und die Fairtrade-Steuerungsgruppe freuen sich auf zahlreiche Gäste und einen genussvollen Start in den Samstagmorgen.

 

Bild und Text: Christin Grundmann-Fritz

Bürgermeister Helmut Fichtner übergibt die ersten fairen Geschenkboxen an die Mitglieder der Fairtrade-Steuerungsgruppe

03.03.2026

 

Schöne Überraschung zum Abschluss des „fairbruary“

Geschenkboxen der Stadt stehen für „fair + regional = genial“

 

Mit dem „fairbruary“ – dem fairen Februar – setzt Fairtrade Deuschland auch in diesem Jahr ein sichtbares Zeichen für nachhaltigen Konsum und globale Verantwortung. Die Stadt Mainburg nutzt diesen Anlass, um ihre neuen Geschenkboxen offiziell vorzustellen. Entwickelt auf Anregung der Fairtrade-Steuerungsgruppe, stehen sie beispielhaft für das städtische Motto: fair und regional ergänzen sich perfekt, und die Mischung ist genial.

 

Von der Idee bis zur Umsetzung blieb die Stadt dem Gedanken „fair + regional = genial“ treu. Das Stadtmarketing recherchierte, prüfte Muster und führte Gespräche mit Partnern, ehe die neue Geschenkbox Form annahm. Gefertigt wird sie aus FSC-zertifiziertem Karton, regional produziert bei Pinsker Druck und Medien. Gestaltung und Weiterentwicklung der bekannten Skyline-Grafik, die ihren Ursprung im 2022 entwickelten Fairtrade-Stadt-Mainburg-Logo hat, erfolgten gemeinsam mit der Mainburger Werbeagentur The Sour Cherry. Die Skyline ergänzt seither das städtische Design und findet sich immer öfter auf Werbemitteln als Wiedererkennungszeichen, wie bereits auf fairen Turnbeuteln und Taschen. 

 

Mit den Geschenkboxen verstärkt die Stadt konsequent ihre faire Beschaffung. Bei offiziellen Anlässen, wie bei Alters- oder Ehejubiläen, überreicht Bürgermeister Helmut Fichtner nun das neue Geschenk, in dem stets mindestens ein faires und ein regionales Produkt enthalten ist. Regional bestückt werden die Boxen derzeit unter anderem mit Likör, Hopfen- oder Bierseife, Hopfensalz sowie Honig aus dem eigenen Bienenstock auf dem Bauhofgelände.

 

Für die fairen Produkte kooperiert die Stadt mit dem Fairhandelsunternehmen GEPA. So können die Geschenkboxen saisonal und anlassbezogen zusammengestellt werden. Aktuell wird mit verschiedenen Schokoladen, Tees und zwei Sorten Keksen bestückt. „Die individuelle Vorbereitung der Boxen erscheint zunächst aufwendiger“, räumt Bürgermeister Fichtner ein. „Doch durch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern und dem fairen Vertriebspartner haben wir einen guten Grundstock im Haus um schnell auf verschiede Anlässe zu reagieren, und dabei mit gutem Beispiel voranzugehen, um den Gedanken ‚fair + regional = genial‘ weiter im Raum Mainburg zu etablieren.“

 

Bereits seit Anfang 2026 sind die neuen Boxen im Einsatz. Offiziell vorgestellt wurden sie nun als schöner Abschluss des fairen Februars auf der Sitzung der Fairtrade-Steuerungsgruppe am 23.02.26. Als Dank für Ihren nun schon fast zwölfjährigen Einsatz erhielten die Mitglieder der Steuerungsgruppe die fairen Geschenkboxen. „Mir war wichtig den Mitgliedern der Steuerungsgruppe mit dieser kleinen Geste meine Wertschätzung entgegen zu bringen“, sagt Fichtner. Und als Fairtrade-Stadt möchte Mainburg zeigen: Fair, regional und bio stehen nicht in Konkurrenz – ganz im Gegenteil, sie schaffen starke Synergien.

 

Die Freude war groß. Elisabeth Krojer, Sprecherin der Steuerungsgruppe, lobte: „Wir fühlen uns aufgenommen und als Teil der Fairtrade-Stadt Mainburg. In Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing ist eine fruchtbare Kooperation zwischen Steuerungsgruppe und Stadtverwaltung entstanden. So können wir weiter viel erreichen.“ Gemeinsam wird bereits an weiteren Aktionen für den Fairtrade Stand zum Wochenmarkt im Mai gearbeitet. Zuvor ist die Fairtrade-Steuerungsgruppe schon am Samstag, den 07. März, wieder am Grünen Markt in Mainburg vertreten, mit fairen Produkten, süßen Nestern und Leckereien rund um Ostern.

7.12.2014 - Mainburg ist Fairtrade Stadt

Jetzt sind wir offiziell „Fairtrade-Stadt" 

Bürger feiern Verleihung auf Christkindlmarkt mit „Coro Intermezzo" und Stadtkapelle

„Mainburg ist Fairtrade-Stadt!", schallt die Stimme von Elisabeth Krojer, Sprecherin der Steuerungsgruppe, am Sonntagnachmittag 7.12.2014 über den Christkindlmarkt. Nach einem Jahr Einsatz für „die gute Sache" darf sich die Hopfenstadt nun ganz offiziell Stadt des fairen Handels nennen.

 

Die Anspannung auf dem weihnachtlich geschmückten Marktplatz ist zu spüren, als der ersehnte Moment endlich gekommen ist. Unter großem Beifall schreitet Bürgermeister Josef Reiser auf die Bühne und nimmt die Urkunde von Hannah Rüther von der Siegelorganisation Fairtrade Deutschland entgegen.

 

„Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können wir gemeinsam das Gesicht der Welt verändern." Mit diesem afrikanischen Sprichwort verewigt sich Elisabeth Krojer kurz zuvor im Goldenen Buch der Stadt. Jetzt steht die Sprecherin der Steuerungsgruppe auf der Bühne und moderiert durch die Auszeichnungsfeier. Die Bürger hätten schnell erkannt, so Krojer, dass sie einen wichtigen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten können, wenn sie für fair gehandelte Produkte adäquate Preise zahlen - und dafür mit biologischen Erzeugnissen hoher Qualität entlohnt würden.

 

Nachdem die Jugend- und Stadtkapelle zur festlichen Einstimmung des Publikums ein Ständchen posaunt hat, betreten die Frauen des „Coro Intermezzo" mit Leiter Charly Beck, der sie auf der Geige begleitet, die Bühne. Neben einem israelischen Friedenslied wird der englische Kanon „Come, follow me" von John Hilton angestimmt - jedoch mit neugetextetem Refrain „Follow me to the Fairtrade!".

 

Danach marschieren die Mitglieder der Steuerungsgruppe - gut erkennbar mit dem grünen Button am Revers - auf die Bühne. Elisabeth Krojer ist stolz auf diese große Gruppe, ruft dem Publikum jedoch ins Gedächtnis, dass die Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt erst ein Startschuss ist, um fairen Handel zu verbreiten und sichtbar zu machen.

 

„Sklaverei und Kinderarbeit sind noch immer real", mahnt Krojer. Die Schere zwischen Arm und Reich sei vor allem in Dritte-Welt-Ländern, in denen Gerechtigkeit oft noch ein Fremdwort ist, riesig. Aber um diese Missstände auszumerzen, brauche es Zeit. Immerhin sei ein Anfang gemacht und die Mainburger haben es auch künftig in ihrer Hand: Jeder Euro, der für faire Produkte über die Ladentheke wandert, sei „politische Kraft". Die Sprecherin appelliert daher an die Bürger: „Nur wenn ihr mitmacht, ändert sich was!"

 

Hannah Rüther von der Siegelorganisation Fairtrade Deutschland lobt die Einwohner der Hopfenstadt für ihren Glauben an eine Initiative, in der der Mensch im Mittelpunkt steht: „Ihr bekommt den Titel, weil ihr schon Großartiges geleistet habt." Und damit meint Rüther insbesondere die Tatsache, dass die Anzahl der Betriebe und Institutionen, die sich der fairen Aktion verschreiben, die Mindest-Anforderungen für eine Auszeichnung weit übertreffen.

 

Drei besonders beliebte Import-Güter hebt Rüther heraus: Kakao, Bananen und Blumen. Wenn es um den Verzehr von Schokolade geht, nehmen die Deutschen gleich nach den Schweizern den zweiten Platz ein. Dieses Bild verschärft sich, blickt man auf die Zahlen: Ganze 116 Tafeln (11,6 Kilogramm) der beliebten Süßware konsumiert ein jeder Deutsche pro Jahr.

 

Oft bedeute das: Genuss in den wohlhabenden Verbraucherländern, Leid auf den Feldern vor allem in Afrika. Dort rackern immer noch Kinder auf Kakaoplantagen; ohne Schutzhandschuhe schlagen sie mit Macheten die Frucht von den Bäumen, spalten die Hülse, um an die Bohne zu gelangen, die später zu Schokolade weiterverarbeitet wird. Mit fairem Handel, erklärt Rüther weiter, könne dem ein Ende gesetzt werden. Die Bauern würden dann ausreichend verdienen, um ihre Schützlinge in die Schule schicken zu können und mehr Kakaobäume zu pflanzen, um in eine gesicherte Zukunft blicken zu können.

 

Anschließend erfreut der Auftritt des „Walking Act" die Zuschauer: zwölf Jungs und Mädchen im grünen Overall und Hut, die das grüne Männchen auf dem Fairtrade-Banner verkörpern, klappern mit ihren Einkaufswägen - beladen mit dem Fairtrade-Logo - vor die Bühne. Von dort aus verteilen sich die Jugendlichen später in der ganzen Stadt, um die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich und das gelb-blaue Emblem zu ziehen.

 

Jetzt aber ist es höchste Zeit, das Geheimnis zu lüften, was sich hinter dem grünen Tuch verbirgt. Bürgermeister Reiser macht das Ortsschild Mainburgs für alle sichtbar - mit dem Schild darunter: Wir sind Fairtrade Stadt!

 

Zwar steige der Umsatz aus Verkäufen fairer Produkte seit 2003 kontinuierlich, so Rüther, trotzdem seien es jährlich nur acht Euro, die der Konsument in die wohltätige Organisation investiert. „Also greifen Sie zu!" In zwei Jahren kommt sie wieder und prüft, ob die Hopfenstadt ihrem Titel „Fairtrade-Stadt" auch gerecht wird.

 

Bild und Text: Thomas Utz

 
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