Sommerfest zum 50. Geburtstag
Kindergarten Sonnenschein feiert mit vielen Gästen und buntem Programm
Ein halbes Jahrhundert ist es nun her, dass der erste städtische Kindergarten in Mainburg eröffnet wurde. Die ersten Kinder und Erzieherinnen bezogen das Gebäude am Gabis zum Kindergartenjahr 1975/1976. Mittlerweile spielt, lacht, lernt, singt und tanzt dort der 50. Jahrgang Kindergartenkinder. Das feierte der Kindergarten Sonnenschein am vergangenen Samstag mit einem bunten Sommerfest, zu dem Groß und Klein herzlich eingeladen waren.
Geschichten und Erinnerungen
„50 Jahre – unzählige Kinder haben hier erste Freundschaften geschlossen und sind zu Schulkindern herangewachsen. Einige Eltern, aber auch Großeltern, der Kinder bzw. Enkelkinder in unseren Kindergarten gehen, waren selbst einmal Kindergartenkinder in dieser Einrichtung“, machte Kindergartenleiterin Simone Ketterl den abstrakten Zeitraum 50 Jahre begreifbarer. „Das macht diesen Ort zu so viel mehr als nur einem Gebäude – es ist ein Ort voller Geschichten und Erinnerungen.“ Zu der offiziellen Feierstunde konnte Simone Ketterl neben Bürgermeisterin Karoline Fritz-Ertlmaier, drittem Bürgermeister Sebastian Langwieser und evangelischem Pfarrer Florian Zobel auch viele Ehrengäste begrüßen. Zu ihrer Ansprache bat sie Betty Kuffer zu sich, die den städtischen Kindergarten 45 Jahre geprägt hat – zuerst als junge Mitarbeiterin später als Leiterin.
Team mit Herzblut und Wegbegleiter
Ein halbes Jahrhundert Kindergarten funktioniere nicht von allein, pflichtete Simone Ketterl ihrer Vorgängerin bei. Ein solcher Erfolg brauche Menschen, die mit Herzblut bei der Sache sind. Dafür dankte Simone Ketterl ihrem ganzen Team herzlich: „Ihr leistet jeden Tag Großartiges!" Auch den Elternbeirat schloss Simone Ketterl in ihren Dank ein, außerdem den Träger des Kindergartens, die Stadt Mainburg, und besonders Bürgermeisterin Karoline Fritz-Ertlmaier, den Stadtrat, die Ansprechpartner in der Stadtverwaltung, den Bauhof und Hausmeister Stefan Braunschmid. Genauso schätze Simone Ketterl den regelmäßigen Austausch und die enge Zusammenarbeit mit den Leitungen der anderen Kindergärten und Krippen in Mainburg, ebenso wie mit Rektor Tobias Barwanietz der Grundschule Mainburg und die Unterstützung der katholischen und evangelischen Kirche sowie von vielen ehrenamtlichen Helfern, die dem Kindergarten über Jahrzehnte zur Seite stehen.
Entwicklung des Kindergartens
Immer wieder verändert habe sich der Kindergarten in den vergangenen fünf Jahrzehnten. Als 1974 die Bauarbeiten starteten, sei er für drei Gruppen ausgelegt gewesen, erklärte Simone Ketterl. Zwischenzeitlich habe er – mit Hilfe von Containern – ganze sieben Gruppen beherbergt. Heute seien im Kindergarten Sonnenschein – nach dem Bau des Kindergartens Abenteuerland - vier Gruppen zuhause. Auch baulich habe sich in den 50 Jahren viel getan. Der Kindergarten sei energetisch saniert worden, habe ein neues Dach und einen Sinnesgarten bekommen. „Und auch der Name hat sich geändert“, so Simone Ketterl. War er in den ersten Jahren einfach nur „der städtische Kindergarten“, bekam er später den Zusatz „am Gabis“, ehe er 2022 den Namen „Städtischer Kindergarten Sonnenschein“ erhielt. „Aber eines bleibt bei uns immer gleich“, zog Simone Ketterl ihr Fazit. „Das Kind steht bei uns im Mittelpunkt! Es soll sich hier wohl fühlen, lachen und Spaß haben!“
Sonnenschein eine Herzensangelegenheit
Bürgermeisterin Karoline Fritz-Ertlmaier gratulierte dem Sonnenschein-Team herzlich zum Jubiläum, sie wünschte allen großen und kleinen Beteiligten, dass der Kindergarten ein Ort bleibt, an dem Kinder gesehen, gehört und gestärkt werden – und „weiterhin ganz viel Sonnenschein!“ Für Karoline Fritz-Ertlmaier war der Besuch des Jubiläumsfestes auch eine ganz persönliche Herzensangelegenheit – war ihre verstorbene Mutter doch hier schon als Erzieherin tätig. Und noch etwas Persönliches verriet sie den Zuhörern: einen Lieblingsspruch, den sie als Kind gerne in Poesiealben geschrieben habe und der zum Jubiläumstag ganz besonders gut passe: „Bleib ein Sonnenkind dein Leben, dann nur wer Sonne hat, kann Sonne geben.“
Fröhlicher Nachmittag im Garten
Die Stars des Tages waren die Kinder der vier Sonnenschein-Gruppen, die zum Jubiläum eigens ein Geburtstagslied mit eigenem Text und einen Tanz mit ihren Betreuerinnen und Betreuern einstudiert hatten. Danach durften sich alle Besucher bei Kuchen, internationalen Speisen und Kaffee stärken. Die Kinder freuten sich besonders über die verschiedenen Erlebnis-Stationen im Garten mit Schminken, Armbänder-Basteln und Bewegungsparcours. Besondere Highlights waren das Kasperltheater und die Tombola, die der Elternbeirat organisiert und mit hochwertigen Preisen wie Eintrittskarten in einen Freizeitpark bestückt hatte. Vertreter der Feuerwehr und des Roten Kreuzes boten außerdem spannende Einblicke in ihre Arbeit. Und so manche Besucher schwelgten mit den Sonnenschein-Fotoalben in Erinnerungen und tauschten untereinander die eine oder andere Kindergartengeschichte aus.